Schloss Rochlitz
 
 
Schon im frühen Mittelalter hatte der Burgward Hochelinzi große Bedeutung als Mittelpunkt der Verwaltung, der Gerichtsbar-
keit und der Kirche. Um das Jahr 995 erstmalig erwähnt, bildeten sich unter seinem Schutz die ersten Ansiedlungen. Unzählige Baumaßnahmen waren nötig, um den ständig steigenden Repräsentations- und Wohnbedürfnissen des sächsischen Fürstenhauses gerecht zu werden. Ohne ganz ihre Bedeutung zu verlieren wurde aus der Burg langsam ein Schloss. Noch im Dreißigjährigen Krieg spielte das Schloss eine  Rolle als Festung.
 
Charakteristisch und weithin sichtbar sind die beiden Schlosstürme, die so genannten Jupen. Das sehenswerte Museum ermöglicht die Besichtigung wesentlicher Burg- und Schlossräume, so unter anderem die Schlosskapelle, die Herzoginstube, die Burgküche, den Burgkeller, die Verliese und die »Lichten Jupe«.
  
Die Mitarbeiter des Museums bieten interessante Führungen an.
Schloss Rochlitz ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Anmeldung zur Führung unter 
Tel.: 03737 / 492310
 
>>> www.rochlitzer-muldental.de
 
995 Die Reichsburg Rochlitz wird erstmalig erwähnt
1156–1190 planmäßige Stadtgründung unter dem Wettiner
Graf Dedo von Rochlitz-Groitsch
1476 Blütezeit der Stadt. Abschluss des spätgotischen Neu- und      Umbaus der Kunigundenkirche
1500   Die Rochlitzer Steinmetzen behaupten das Haussteinmonopol
in Leipzig (Rochlitzer Porphyr)
1504   Lutherschüler und Lutherbiograph Johannis Mathesius wird
in Rochlitz geboren
1681   großer Stadtbrand vernichtet Innenstadt
 682   Rochlitz wird Garnisonsstadt
1860   Einweihung des Aussichtsturmes auf dem Rochlitzer Berg
Sächsischer König Johann anwesend
1874 – 1876 Bau der Muldentalbahn Großbothen-Rochlitz-Penig
1895   Einweihung des Köngl.-Sächs. Lehrerseminars
1933 In einer Rekordzeit von nur sieben Monaten wird die Rochlitzer Muldenbrücke neu errichtet
1945 amerikanisches Besatzungsgebiet
1945 – 1989 Stadtentwicklung und Erweiterung, neue Wohngebiete werden errichtet
1990 Neubeginn der Stadtsanierung
1994/95 Eingemeindung von Noßwitz, Penna, Zaßnitz und  Breitenborn
Verleihung der Bronzeplakette im Bundeswettbewerb
»Erhaltung des historischen Stadtraumes in den neuen Ländern
  und Berlin«



Schlauchboottouren

Wo kann man in Sachsen schon Schlauchboot Fahren?

Bei uns ist das möglich. Unsere Touren beginnen in Wechselburg und dann kann man das Muldental auf eine ganz besondere Art und Weise entdecken.
Mit Gummibooten geht es in ca. 1,5 Stunden von der Wechselburger Muldebrücke vorbei an der romantischen Eulenkluft bis zum Fuße des Rochlitzer Schlosses. Diese Touren sind für alle Altersstufen und Jedermann geeignet.
 
>>> Jetzt Infos anfordern!

 


Der Rochlitzer Porphyrtuff

Rochlitzer Porphyrtuff ist die auf hydrochemischen Weg verhärtete vulkanische Ablagerung eines Stratovulkanes. Bereits seit nahezu
1000 Jahren wird der fleischrote bis hellviolett gefärbte Stein als sächsischer Marmor abgebaut.
Weit über die sächsischen Grenzen hinaus ist er als Werkstein beim Bau von Kirchen, Burgen, Schlössern, Mühlen, Brücken und Toren verwendet worden. Die Rochlitzer Steinmetzindustrie hat eine lange Tradition.
Jahrhundertelang wurde Porphyr durch Steinbrecher, die so genannten Schröter, mit der Picke oder Zweispitze mühselig ausgeschroten, d.h. von allen Seiten freigelegt und mit Eisenkeilen vom Unterlager getrennt.  
Wegen der porösen Beschaffenheit des Gesteins hielt technischer Fortschritt nur langsam Einzug, denn Sprengungen oder der Einsatz von Pressluft waren nicht möglich. Erst seit 1909 arbeitete man mit Vollgattersägen, Kreissägen und Schleifmaschinen.
 
 
 


Porphyrlehrpfad
 
Rochlitzer Porphyr, der auch als »roter sächsischer Marmor« bezeichnet wird, war und ist ein beliebtes Baumaterial. Man kann diesen Stein aus dem Rochlitzer Abbau in vielen Schlössern, Kirchen und Burgen, Rathäusern Mühlen, Brücken und Toren finden. So z.B. die Schlösser und Burgen Augustusburg, Rochsburg, Kriebstein und Gnandstein, die Kirchen von Rochlitz, Wechselburg und Mittweida, um nur einige zu nennen. Auch das alte Rathaus von Leipzig wurde aus diesem wunderbaren Material erbaut. Bei der Porphyrwanderung durch die Stadt und auf den Rochlitzer Berg erfährt man interessante Geschichten und erhält Einblicke in die schwere Arbeit der früheren Steinmetze.
Der Porphyrtuff entstand durch vor ca. 300 Millionen Jahren, eine kaum faßbare Zeit, aus Vulkanasche, die bei der Rochlitzer Eruptionsserie entstand. Ausgangspunkt ist natürlich unsere Jugendherberge, an welcher im vorderen Bereich Rochlitzer Porphyrtuff verbaut wurde. Wenn man über unsere große Muldebrücke geht, läuft man direkt über ein schönes Bauwerk aus Porphyr. Weiter geht es in die Stadt über den Clemens-Pfau-Platz zur bereits 1476 endgültig fertig gebauten Kunigundenkirche.
Weiter über den Marktplatz, einstmals der größte Sachsens, können wir die schön marmorierten Säulen vor dem Rathaus bewundern. Durch die Burgstraße begeben wir uns zum Schloss mit der vorgelagerten Petrikirche. Beim Gang durch die Stadt sollte man sich die schönen altenTür- und Fensterstöcke ansehen und vor allem in der Burgstraße die alte Postmeilensäule. Das 1000jährige  Schloss und natürlich die Petrikirche wurden natürlich weitestgehend aus Porphyrtuff erbaut. Gehen wir geradewegs durch den Schlosshof, den Wanderweg auf den Rochlitzer Berg.
Oben angekommen führt uns der Weg als erstes zur Einsiedelei. Ein interessantes und anschauungswürdiges Fragment von 1817, welches als erste Unterkunftshütte für die Steinmetzen diente.
Als nächstes geht man auf die Königshöhe, deren Wahrzeichen die erste Rundbank aus Rochlitzer Porphyr ist. Dieses Wahrzeichen wurde aus Freude über die Rückkehr des sächsischen Königs Friedrich August I. aus der Gefangenschaft durch den Steinmetz Christian Gottlob Seidel 1815 errichtet.
Auf dem Weg in den Gleisbergbruch, wo die Porphyrschicht 80 m beträgt, erkennt man die früheren offenen Werkstätten der Steinmetze. Von dort gehen wir zum Aussichtspunkt an der Kante des Bruchs, man kann 60 m in die Tiefe sehen.
Bis zu 60m tief wurde das Gestein per Handarbeit aus der Wand geschlagen. Man kann an der Steilwand gegenüber die Jahreszahlen des Abbaues erkennen. Die ältesten Urkunden der Steinmetzinnung stammen aus dem Jahre 1631. Aber man kann sicher sein, daß die Porphyrgewinnung wesentlich älter ist.
Wegen der Zertrümmerungsgefahr konnten weder Dynamit noch der Preßlufthammer eingesetzt werden.
Der Abbau konnte nur im Handschrotbetrieb erfolgen. Seit 1909 wurde mit Vollgattersägen, Kreissägen und Schleifmaschinen  gearbeitet.
Unsere Führung endet am Fuße des Aussichtsturmes, der  zwischen 1855 und 1859 als sächsisches Landesdenkmal für den verunglückten König Friedrich August II. errichtet wurde.
Wer möchte kann diesen 27m hohen Turm besteigen und die Aussicht genießen.
 

Wechselburg
 

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Wechselburg ist ohne Zweifel die dreischiffige Basilika. In einem für die damalige Zeit rasanten Bautempo, zwischen 1160 und 1180 errichtet, diente sie ab 1543 den Schönburger Herren als Schlosskirche.
Die Führung durch dieses Kleinod romanischer Baukunst ist unbedingt zu empfehlen.
Ihr Stifter, Graf Dedo, auch der »Feiste« genannt, starb 1190 unter dem Messer eines »Medicus«, welcher ihn von seiner Leibesfülle befreien sollte.
 
 
Die berühmte Triumphkreuzgruppe, ein meisterliches Werk deutscher Holzschnitzkunst und die Grabplatten des Grafen Dedo und seiner Gemahlin Mechthild sind im innern zu sehen.
Nach der Besichtigung der Basilika lohnt sich ein Spaziergang im Schlosspark mit seltenen Baum- und Pflanzenbeständen.
Die äußerlich schlichte Pfarrkirche St. Otto am Marktplatz, überrascht den Besucher mit einer reichen Innenausstattung, zb. Der Orgel des Silbermann-Schülers Johann Jacob Schramm aus dem Jahre 1781. 
 
 
>>> www.wechselburg.de 
  



Die Rochsburg

Wurde um 1170 als kleine Burganlage mit einem Bergfried gegründet. Sie liegt auf einem 50m hohen Felssporn über der Mulde,die den Burgberg in einer großen Schleife auf drei Seiten umschließt. Die sehr günstige Schutzlage wird nach Osten hin durch den tiefen Burggraben verstärkt. Mehrere Großbrände haben der Rochsburg immer wieder zugesetzt. Erst als Mitte des 16. Jahrhunderts Wolf II. von Schönburg die Burg erwarb, wurde sie zum Renaissance-Wohnschloss ausgebaut. Mit der Muldetalbahn erreicht man die Rochsburg bequem.
Wanderfreudige finden im Muldental schöne und gut ausgeschilderte Wanderwege durch eine reizvolle Landschaft.
 
>>> Museum Schloss Rochsburg
Und wer macht schon eine Tagestour nach Amerika?
 
Der Name des Ortes soll übrigens einer Zeit entstammen, als dort die Mulde noch von einer Kahnfähre mit Seilführung  überquert wurde.
Die Fährbenutzer sollen damals angeblich das Lied:
»Ri-ra-rutschika, wir fahren nach Amerika« gesungen haben.
Verbürgt ist diese Anekdote natürlich nicht.
 
Noch mehr interessante Geschichten über die Rochsburg und ihr Umland erzählen die Gästeführer in der Burg.
Anmeldung zur Führung Tel.: 037383 / 6703
 
 


Naturschutzstation Weiditz

Nach dem sächsischen Naturschutzgesetz dienen Naturschutzgebiete der Entwicklung und Erhaltung von Biotopen wildlebender Tier- und Pflanzenarten. Sie werden nicht zuletzt wegen ihrer Seltenheit und hervorragenden Schönheit besonders geschützt. Eines dieser Naturschutzgebiete in der Region ist die Stauanlage Weiditz.
Natur- und Umweltschutz geht alle an, um so wichtiger ist es, dass Verständnis für unsere Umwelt zu wecken.
Die Naturschutzstation Weiditz ist der ideale Platz, Tiere und Pflanzen kennen zu lernen, ihren Lebensraum zu erforschen und unter sachkundiger Anleitung eine ganze Reihe interessanter Themen anzupacken.
Programme zu folgenden Themen sind möglich:
 
• Wildbienen, Wespen,
  Hummeln und Hornissen
(Mai bis Oktober)
• Getreide
  »Vom Korn zum Brot« 
(ganzjährig, empfohlen Sept. – Nov.)
• Kräuter (Juni – September)
• Wald (ganzjährig)
• Wasser (April – Oktober)
• Feuer (Frühjahr – Herbst)
 

Bustransfer ist auf Anfrage möglich, es kann auch der Linienbus Rochlitz – Colditz genutzt werden.
Wanderung Jugendherberge – Weiditz ca. 2 Stunden
Anmeldung unter:  Weiditz    Tel.: 03737 / 40284
 
>>> www.natur-weiditz.de